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Grunderwerbsteuer neu ab 1. Juni 2014

Ref : K 12

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Allgemeines zur Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine (Rechts-)Verkehrsteuer und erfasst den Erwerb von inländischen Grundstücken.

Die Steuerschuld entsteht grundsätzlich, sobald der steuerpflichtige Erwerbsvorgang(Verpflichtungsgeschäft, Erwerb des Eigentums) verwirklicht worden ist. Auf das Verfügungsgeschäft (Übertragung des Eigentums durch Eintragung in das Grundbuch) kommt es nicht an.

Beim Erwerb als Erbe entsteht die Steuerschuld mit rechtskräftiger Einantwortung und beim Erwerb als Vermächtnisnehmerin/Vermächtnisnehmer mit rechtskräftiger Bestätigung des Verlassenschaftsgerichts.

Die Grunderwerbsteuer wird grundsätzlich von der Gegenleistung bemessen. Zur Gegenleistung zählt alles, was die Erwerberin/der Erwerber des Grundstücks aufwenden muss, um das Grundstück zu erhalten. Dazu zählen beispielsweise der Kaufpreis, übernommene Schulden, der Verkäuferin/dem Verkäufer vorbehaltene Nutzungen (wie Wohnrecht oder Fruchtgenussrecht).

In bestimmten Fällen ist die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer derEinheitswert im Sinne des § 6 Grunderwerbsteuergesetz 1987 (GrEStG 1987).

Nähere Informationen zum Entstehen der Steuerschuld bzw. zur Berechnung der Grunderwerbsteuer finden sich auf USP.gv.at.

Neuerungen zum Erwerb von Grundstücken ab 1. Juni 2014

Aufgrund der Änderungen im Grunderwerbsteuergesetz, die mit 1. Juni 2014 in Kraft getreten sind, wird der Einheitswert zur Berechnung der Grunderwerbsteuer nicht mehr bei bestimmten unentgeltlichen Erwerben herangezogen, sondern bei Erwerben innerhalb der Familie, wobei hier sowohl unentgeltliche als auch entgeltliche Erwerbe erfasst sind.

Der Erwerb innerhalb der Familie ist gegeben, wenn das Grundstück im "begünstigten Personenkreis" weitergegeben, vererbt oder verkauft wird. Zum "begünstigten Personenkreis" zählen die Ehegattin/der Ehegatte, die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner, ein Elternteil, ein Kind, ein Enkelkind, ein Stiefkind, ein Wahlkind oder ein Schwiegerkind der Übergeberin/des Übergebers und ab 1. Juni 2014 auch die Lebensgefährtin/der Lebensgefährte, sofern die Lebensgefährten einen gemeinsamen Hauptwohnsitz haben oder hatten.

Bei diesen begünstigten Erwerbsvorgängen wird die Grunderwerbsteuer vomdreifachen Einheitswert des Grundstücks, maximal jedoch von 30 Prozent des Verkehrswerts (gemeinen Werts), wenn dieser nachgewiesen wird, berechnet. Sie beträgt 2 Prozent von der Bemessungsgrundlage.

Neu seit 1. Juni 2014 ist auch, dass bei unentgeltlichen Erwerben (z.B. durch Erbanfall) außerhalb der Familie (begünstigter Personenkreis) nunmehr der Verkehrswert des Grundstücks zur Berechnung der Grunderwerbsteuer herangezogen wird. In diesen Fällen wird ein Steuersatz von 3,5 Prozent angewendet.

Neuerungen zum Erwerb von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken ab 1. Jänner 2015

Da bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken im Jahr 2014 eine Hauptfeststellung der Einheitswerte durchgeführt wird und die Einheitswerte dadurch aktuell sein werden, soll weiterhin der (einfache) Einheitswert zur Berechnung der Grunderwerbsteuer verwendet werden. Da die neuen Einheitswerte erst ab 1. Jänner 2015 wirksam werden, wird die Neuerung betreffend land- und forstwirtschaftliche Grundstücke erst mit diesem Zeitpunkt in Kraft treten.

Ab 1. Jänner 2015 wird für alle Übertragungen (etwa auch Tauschvorgänge) und für Erwerbe von Todes wegen (z.B. durch Erbanfall) land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke innerhalb des begünstigten Personenkreises (Familienverband) der einfache Einheitswert die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer darstellen.

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